lab-elle in english

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Einleitung

Die heute publizierten, illustrierten Kinderbücher sind noch immer für Mädchen und Knaben verschieden. Die weiblichen Heldinnen haben die typisch weiblichen, weniger wertvollen Rollen. Auch qualitativ und quantitativ sind sie den männlichen Helden unterlegen.

Diese Mängel haben mindestens zwei Konsequenzen:

  • Erstens: Mädchen und Knaben bevorzugen Geschichten über eine Person ihres eigenen Geschlechts. Deshalb ergibt sich daraus, quantitativ gesehen, eine kleinere Auswahl an Identifikations-Figuren für die Mädchen.
  • Zweitens: Das diskriminierende Geschlechtsbild, das wir in Kinderbüchern finden, trägt zur Verstärkung der geschlechtertypischen Vorurteile bei. Die Kinder begreifen erst mit etwa 5–7 Jahren, dass das Geschlecht eines Individuums eine biologische Tatsache ist. Vor diesem Alter sind die Kinder überzeugt, dass man, je nach Verhaltensmuster oder Aussehen, ein Mädchen oder ein Knabe ist., Sie widmen ihrer sozialen Umgebung besondere Aufmerksamkeit (Spielzeuge, Bücher und andere Medien für Kinder), um herauszufinden, was geschlechtsabhängig ist, damit sie sich anpassen können. Die meisten der illustrierten Kinderbücher geben eine Darstellung der Realität, die typischer ist als die Wirklichkeit, ohne auf die Entwicklung zu achten, was die Rolle der Frauen betrifft.
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Antwort der lab-elle Vereinigung auf diese Feststellungen:

Um jedem Mann und jeder Frau eine Wahl zu erlauben, die nicht durch die Geschlechtsstereotypen diktiert wird, ist es wichtig den Kindern Bücher vorzuschlagen, die Darstellungen von Männern und Frauen, von Knaben und Mädchen beschreiben, die sie nicht nur in ihrem begrenzten Rollenverhalten zeigen. Solche Bücher existieren, wenn auch nicht allzu häufig!

Warum sollen wir diese nicht mit einem Label hervorheben „Bücher, welche die weiblichen Potentiale hervorheben“?

Das Ziel dieses Labels ist es, die Leser-Innen der französischsprechenden Schweiz darauf aufmerksam zu machen, dass die Kinderbücher noch immer die typisch männlichen oder weiblichen Charakteristiken enthalten.

Es geschieht öfters, meist durch Unwissenheit und nicht böswillig, dass die geschlechtsspezifische Rollenverteilung noch immer vorkommt. Man muss sie anprangern, um sie zu beseitigen.

Die Objekte der Lab-elle Vereinigung

Die Lab-elle Vereinigung wurde im November 2006 gegründet und verfolgt mehrere Ziele:

  • Klarstellen dank eines Labels können illustrierte Kinderbücher, die die weiblichen Stärken hervorheben, gekenntzeichnet werden; Horizonte öffnen, sowohl für Mädchen als auch für Knaben; die reiche Auswahl betonen und den Kindern erlauben, ihre Persönlichkeit und ihre Leistungsfähigkeit zu entwickeln, ohne durch Geschlechtsstereotypen beengt zu werden.
  • Das Bewusstwerden unserer Gesellschaft, dass die heute publizierten Kinderbücher Geschichten erzählen, die rollenspezifischer sind als die Realität. Dieses Bewusstwerden hat Konsequenzen auf die Entwicklung der Kinder und ihrer Orientierung in der Zukunft..
  • Sensibilisierung es ist wichtig schon in der Kindheit auf die Gleichstellung zwischen Mann und Frau hinzuweisen, anstatt später unnötig Energie aufzubringen, um die Ungleichstellung zu korrigieren: (gleiche Möglichkeiten beim Aufsteigen auf der Karriereleiter), Kampf gegen Gewalt, ungleiches Salär für gleichwertige Arbeit, gleichberechtigte Berufsorientierung.
  • Förderung des Lesens die Lesefertigkeit in der Schule wird vor allem durch Kinderbücher gefördert, also hat bereits zu diesem Zeitpunkt die Rollenverteilung eine grosse Bedeutung.

Die Vereinigung verfolgt ihre Ziele durch eine aktive Strategie aus Kommunikation und mit verschiedenen von ihnen entwickelten Projekten. Sie funktioniert dank öffentlichen und privaten Spenden.

Das zu erreichende Publikum

  • die Leser-Innen, Kinder und Erwachse
  • die Eltern, Grosseltern, Onkel und Tanten usw.
  • die Fachleute im Bereich des Buches
  • die Fachleute der Kindheit
  • die Fachleute der Erziehung
  • alle Personen im Kontakt mit Kindern und/oder Kinderbuchliteratur.
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Lab-elle Preise

Um die mit dem Lab-elle bezeichneten Bücher bekannt zu machen und das Lesen im allgemeinen zu fördern, haben wir 2007 einen literarischen Preis in der französich-sprechenden Schweiz lanciert. Die gleichen 10 Kinderbücher haben wir einer Jury von Erwachsenen und einer von Kindern gegeben. Kinderbücher werden meistens von Erwachsenen für Kinder geschrieben. So fanden wir es sehr interessant, die gleiche Auswahl von Büchern den beiden Gruppen vorzulegen.

Die jährlich zwei Preisverleihungen wurden von 2007 bis 2010 von einem grossem Publikum aus dem ganzen Gebiet der West-Schweiz besucht.

Der Lab-elle Preis für Erwachsene, der jeden Herbst, in einem anderen Kanton verliehen wurde, wurde in den verschiedenen Kantonen abwechslungsweise von den jeweiligen Gleichstellungs-Büros organisiert.

Der Lab-elle Preis für Kinder wurde jeden Frühling an der internationalen Büchermesse «Le Salon du Livre et de la Presse» in Genf verliehen.

 
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