Einleitung
Die heute publizierten, illustrierten Kinderbücher sind noch immer für Mädchen und Knaben verschieden. Die weiblichen Heldinnen haben die typisch weiblichen, weniger wertvollen Rollen. Auch qualitativ und quantitativ sind sie den männlichen Helden unterlegen.
Diese Mängel haben mindestens zwei Konsequenzen:
- Erstens: Mädchen und Knaben bevorzugen Geschichten über eine Person ihres eigenen Geschlechts. Deshalb ergibt sich daraus, quantitativ gesehen, eine kleinere Auswahl an Identifikations-Figuren für die Mädchen.
- Zweitens: Das diskriminierende Geschlechtsbild, das wir in Kinderbüchern finden, trägt zur Verstärkung der geschlechtertypischen Vorurteile bei. Die Kinder begreifen erst mit etwa 5–7 Jahren, dass das Geschlecht eines Individuums eine biologische Tatsache ist. Vor diesem Alter sind die Kinder überzeugt, dass man, je nach Verhaltensmuster oder Aussehen, ein Mädchen oder ein Knabe ist., Sie widmen ihrer sozialen Umgebung besondere Aufmerksamkeit (Spielzeuge, Bücher und andere Medien für Kinder), um herauszufinden, was geschlechtsabhängig ist, damit sie sich anpassen können. Die meisten der illustrierten Kinderbücher geben eine Darstellung der Realität, die typischer ist als die Wirklichkeit, ohne auf die Entwicklung zu achten, was die Rolle der Frauen betrifft.

